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Unabhängige Abfüller

Im Schatten der Whisky Brennereien in Schottland und ganz Europa tummeln sich viele Independent Bottler, die teilweise seit Jahrzehnten Fässer kaufen und diese auf eigene Rechnung vermarkten. Dabei dürfen die Namensrechte der Brennereien nur teilweise genutzt werden. Insgesamt geben die renommierten Brennereien seit Jahren kaum noch Whisky an die Unabhängigen Abfüller ab. So gibt es von den Islay Brennereien Port Ellen und Lagavulin momentan kaum neue Abfüllungen bei den Unabhängigen. Laphroaig ist momentan nur zeitweise unabhängige Abfüllung erhältlich. Bei Bowmore und Bruichladdich nehmen die Abfüllungen deutlich ab. Bei Bunnahabhain gibt es neben Sherryfasslagerungen den meist sehr jung abgefüllten und stark rauchigen Moine. Ausgesprochen gute Abfüllungen gibt es von der Islay Brennerei Coal Ila. Bei Coal Ila wurde fast immer in großen Mengen gebrannt. Insofern sind die Vorräte bei den Unabhängigen deutlich größer als bei den anderen Islay Brennereien, von Bunnahabhain vielleicht einmal abgesehen.

Während es Glenmorangie, Glenfarclas, Glendronach, Springbank und Balvenie schon jetzt kaum unabhängig abgefüllt gibt, sieht die Situation bei weniger bekannten Brennereien wie Tomatin, Ben Nevis, Strathmill und The Speyside noch deutlich besser aus. Das Feld dazwischen ist riesig und kaum überschaubar. Neben den ganz großen der Branche wie Gordon & MacPhail, Ian McLoyd und Signatory Vintage gibt es zahlreiche kleine wie Pearls und den nach eigenen Angaben ältesten Unabhängigen Abfüller Cadenhead's. Doch nicht nur in Schottland werden unabhängig Malt Whiskys abgefüllt, die sich dann jedoch nicht mehr Scotch nennen dürfen. Die Interessantesten in Deutschland sind Wine & Spirit Partner des italienischen Einwanderers Andrea Caminneci, Malts of Scotland und Rieggers Selection. Alle drei füllen seit vielen Jahren besondere Fässer meist als Single Cask ab.

Insgesamt wird die Situation neue Fässer kaufen zu können seit Jahren schlechter. Die bekannten Brennereien, meist in der Hand großer internationaler Konzerne, geben kaum noch New Make ab. Doch auch die weniger bekannten Brennereien in der zweiten Reihe machen mittlerweile richtig gute Whiskys. Brennereien wie Tobermory mit dem stark rauchigen Ledaig, Arran, Dalmore oder Linkwood. Es gibt insbesondere dank der Undependend Bottler eine ganz besondere große Auswahl an Whisky Abfüllungen. Dass es jedoch seit Jahren immer weniger Auswahl an neu gebranntem Malt gibt ist kein Geheimnis. Doch Not macht ja bekanntlich erfinderisch und so betreiben die vier großen Bottler mittlerweile ihre eigenen Brennereien.

Besonders seltene Whiskys von geschlossenen Brennereien gibt es vorwiegend nur unabhängig abgefüllt. Original Abfüllungen gibt es entweder gar nicht oder extrem teuer. Für Genießer wenig rühmliches Beispiel sind die Original Abfüllungen von Port Ellen. Etwas anders ist es da bei den Unabhängigen. Von den geschlossenen Destillierien Littlemill, Caperdonich und North of Scotland gibt es durchaus alte und bezahlbare Abfüllungen. Aber auch die werden zunehmend rarer. Wer also noch einmal einen Littlemill probieren will, sollte jetzt zuschlagen. Besser wird es nicht mehr. Und es lohnt sich.

Ganz ähnlich sieht es bei sehr alten Jahrgangsabfüllungen aus. Als Originalabfüllungen sind sie meist extrem rar und fast unbezahlbar. So kann ein 20 Jahre alter original abgefüllter Mortlach schon mal mehrere hundert Euro kosten. Unabhängig abgefüllt geht das wesentlich günstiger und in Fassstärke durchaus auch besser.