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Lost Distillery

Mythos Lost Distillery

Wen fasziniert sie nicht. Die Geschichte der verlorenen Destillerien. Wie bei einem verlorenen Stern, dessen Licht noch Jahrtausende weit entfernt zu sehen ist, fasziniert auch bei geschlossenen Destillerien, der Malt, den es noch gibt, obwohl die Destillerie schon seit Jahrzehnten geschlossen ist. Es ist wie etwas unwiderruflich Verlorenes probieren zu können. Das fasziniert. Mich in jedem Fall seit Jahren. Es ist etwas ganz Großes einmal einen Malt wie Banff oder Port Ellen, Littlemill oder North of Scotland probieren zu können. Doch warum gibt es diese großen Namen nicht mehr? War der Malt zu schlecht? Waren es undurchsichtige Managemententscheidungen? Mehr erfahren Sie am Ende der Seite

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Um den Mythos der "Verlorenen Destillen" etwas besser zu verstehen betrachten wir mal die Gesamtsituation.

Whisky DestilleryAm 4. Mai 1979 wurde die „ Eiserne Lady“ Maggy Thatcher Premierministerin des Vereinigten Königreichs. In Großbritanien herrschte Wirtschaftskrise die 1984/85 in einem einjährigen Bergarbeiterstreik gipfelte. Zwischen 1983 und 2002 haben in 20 Jahren 26 Brennereien für immer aufgegeben.16 davon zwischen 1983 und 1986 von so große Namen wie Port Ellen oder Banff. Viele waren in den 80er Jahren zeitweise stillgelegt wie z. B. Ardbeg zwischen 1981 und 1989. Heute eine der angesagtesten Brennereien war also ebenfalls in den 80er Jahren geschlossen. Vielleicht hat nicht viel gefehlt und auch Ardbeg wäre für immer geschlossen worden. Die Qualität des Malts kann also kaum der einzige Einflussfaktor sein, der letztendlich zur endgültigen Schließung der Brennerei führte. Vielmehr sind sicher in den meisten Fällen viele Faktoren zusammen gekommen.

 

Was kann man heute tun um seltene Malts zu probieren?

Probieren möchte man solche Malts natürlich sehr gern. Da gibt es einige Möglichkeiten:

 

 

Ein gutes Beispiel: zur Whisky-Messe nach Erfurt kommen. An unserem Stand können Sie bezahlbar fünf verschiedene Malts Geschlossener Destillerien probieren. Nähere Informationen dazu finden Sie unter www.tarona.de . Eine weitere Möglichkeit ist sicher einen Whiskyclub zu gründen. Wir haben das gemacht und damit die Chance genutzt, seltene Malts zu probieren. Und wer soll das bezahlen? Noch immer gibt es noch bezahlbare Abfüllungen auch bei uns im Shop. Da gibt es noch einige bezahlbare Abfüllungen aus geschlossenen Destillerien.

Besonders zu empfehlen ist aus unserer Sicht zum Beispiel: Strathmore bzw. North of Scotland Abfüllung von Pearls 42y1971/2014 Eine besonders gelungene Abfüllung aus einer geschlossenen Grain Destillerie, vermutlich gebrannt aus Malz. Oder die Littlemill Abfüllungen von Pearls, Hart Brothers und Spirit und Cask. Auch wenn die Littlemill Preise in den letzten Jahren schon deutlich gestiegen sind, billiger wird es nicht mehr. Und es lohnt sich. Littlemill ist ein toller Malt weit weg von den NAS No Age Statement Abfüllungen mit den denen sich die großen Konzerne heute gern schmücken.

 

Und wie sieht es damit aus, Whisky und Single Malt als Geldanlage zu sammeln?

Whisky Investment werden ja zunehmend überall angepriesen. Ich persönlich finde, dass zunehmend Bottlings alter Malts in schönen Holzschatullen zu wirklich horrenden Preisen angeboten werden. Ein Bunnahabhain von 1973 für 1349 Euro? In jedem Fall wird es auch da nicht mehr beliebig viele Abfüllungen von 1973 geben können. Immerhin wurden die meisten Fässer damals nach den obligatorischen drei Jahren zu Blends verarbeitet. Und dennoch hat bei dem Preis aus meiner Sicht der Abfüller oder Konzern den Gewinn über viele Jahre bereits vorweg genommen. Ähnliche Abfüllungen gab es vor drei Jahren noch für um die 200 Euro. Einen Littlemill gibt es da noch wesentlich günstiger. Da sollten noch deutliche Wertsteigerungen möglich sein. Natürlich machen wir keine Anlageberatung. Insofern müssen Sie sich bei Ihrem Whisky Investment natürlich Ihre eigene Meinung bilden. Und wenn alles schief geht? Das Trinken eines alten Littlemill lohnt sich in jedem Fall.